Was die Schule vergaß
- Christian Krknjak
- 30. Mai
- 1 Min. Lesezeit
Die Schule hat mir vieles beigebracht. Den Satz des Pythagoras. Die Hauptstädte Südamerikas. Den Ablativ. Dinge, die ich seither täglich anwende – oder auch nicht.
Was sie mir nicht beigebracht hat: wie ich meinen Körper ernähre. Jenes Gerät, das ich seit einigen Jahrzehnten täglich benutze und das – man ahnt es – empfindlich auf schlechten Input reagiert. Dieses kleine Detail fiel offenbar aus dem Lehrplan. Zwischen Trigonometrie und Gedichtsanalyse war schlicht kein Platz für die Frage, was der Mensch essen soll, um nicht auseinanderzufallen.

Ich habe die Lücke lange mit Intuition gefüllt. Und mit allem, was praktisch war. Und mit allem, was gut schmeckte. Das Ergebnis war – nennen wir es – ausbaufähig.
Ernährung ist, so stelle ich fest, die Grundlage für erstaunlich vieles. Energie. Schlaf. Stimmung. Konzentration. Kurz: für alles, worüber man klagt, wenn es nicht funktioniert – ohne zu ahnen, dass die Antwort möglicherweise auf dem Teller lag.
Professionelle Hilfe zu suchen gilt in diesem Bereich noch immer manchem als Eingeständnis. Dabei ist es schlicht das, was man in jedem anderen Lebensbereich Vernunft nennt.
Ich kann an dieser Stelle Stefanie Forell empfehlen – eine Ernährungsberaterin, der das Thema keine Dienstleistung ist, sondern echte Herzensangelegenheit. Das merkt man. Und das ist, wie bei allem, der entscheidende Unterschied.
Der Satz des Pythagoras hat mir bislang nicht geholfen, mich besser zu fühlen. Die richtige Ernährung schon. Vielleicht hätte man die Prioritäten früher überdenken sollen.


